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Kredit zinslos
Ein zinsloser Kredit ist, sollte er auch im Endeffekt tatsächlich zinslos sein, eine wahre Seltenheit. Zu den wirklich zinslosen Darlehen gehört zum Beispiel das Bafög, das Studenten, Auszubildenden und Schülern gewährt wird, wenn die Ausbildung nicht durch die Eltern finanziert werden kann.
Zinslose, staatliche Kredite werden ansonsten nur in sehr seltenen Fällen oder im Rahmen gewisser Werbekampagnen gewährt. Beispielsweise bewilligen manche Kommunen, wie zum Beispiel Lübeck, jungen Familien zinslose Immobiliendarlehen bis zu einer Höhe von 20.000 Euro, sollten sie sich in der betroffenen Kommune niederlassen.
Natürlich werben auch nicht-staatliche Unternehmen mit zinslosen Krediten - in diesen Fällen sollte der potentielle Kreditnehmer jedoch genau hinsehen, was der Kreditgeber mit zinslos meint: Sind vielleicht nur die ersten Monate der Laufzeit zinsfrei? Wie hoch ist der effektive Jahreszins tatsächlich? Denn in den effektiven Jahreszins werden nicht nur die monatlichen Zinsen, sondern eigentlich auch alle anderen Kreditkosten und -Nebenkosten mit eingerechnet, die auf den Kreditnehmer zukommen. Dazu gehören Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren, Provisionen, Schätz-, Rechts- und Anlagekosten. Das heißt: auch wenn ein Anbieter mit einem "zinslosen Kredit" wirbt, ist der Kredit natürlich nicht kostenlos. Außerdem muss eine meistens geforderte Besicherung wie etwa eine Kapitallebensversicherung dazugezählt werden.
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